Gestohlene Zugangsdaten: die Tür, die Angreifer am häufigsten nutzen

Die meisten Angriffe beginnen nicht mit einer spektakulären Technik. Sie beginnen damit, dass sich jemand anmeldet.

Veröffentlicht am 16.10.2026

33 %

der Datenpannen in kleinen und mittleren Organisationen betrafen gestohlene Zugangsdaten (Verizon DBIR 2025, weltweite Daten)

> 1/3

der Schweizer KMU verwenden Passwörter für mehrere Dienste wieder (FHNW, 2024)

73

Fälle von Business-E-Mail-Compromise im zweiten Halbjahr 2025, gegenüber 49 im Vorjahr

Zugangsdaten als Einstieg

Im Verizon-Bericht 2025 waren gestohlene Zugangsdaten an 33 % der Datenpannen in kleinen und mittleren Organisationen beteiligt, Ransomware an 88 %. Das sind weltweite, keine Schweizer Zahlen, doch sie decken sich mit dem, was die Schweizer Behörden beschreiben.

Dasselbe Muster in der Schweiz

Die FHNW-Studie stellt fest, dass mehr als ein Drittel der KMU Passwörter für mehrere Dienste wiederverwendet und Passwortmanager wenig genutzt werden. Im ersten Halbjahr 2026 beobachtete das BACS mehr Microsoft-365-Phishing, das auf die Übernahme geschäftlicher Postfächer zielt, teils unter dem Vorwand, der IT-Support oder eine Führungskraft zu sein.

Eine Frage des Zugriffs, nicht nur der Technik

Wer worauf Zugriff hat, ob Multi-Faktor-Authentifizierung aktiv ist, was geschieht, wenn jemand die Rolle wechselt oder geht: Das sind Fragen zu Identitäten und Zugriffen. Sie sind vor allem organisatorisch, und hier kann ein kleines Unternehmen als Erstes ansetzen. Das BACS empfiehlt Multi-Faktor-Authentifizierung und aktuelle Systeme.

Identitäts- und Zugriffsmanagement ist nicht nur etwas für grosse Konzerne. Ein kurzer Überblick darüber, wer worauf zugreifen kann, ist ein sinnvoller erster Schritt.

Quellen

Wir fassen zusammen, wir geben nicht wieder. Quellen abgerufen am 16.10.2026. Diese Texte informieren: Sie sind keine Rechtsberatung, und eine Durchschnittszahl sagt nicht voraus, was einem bestimmten Unternehmen passiert.

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