Ein Lieferant wird gehackt, und Ihre Daten mit ihm

Der Angriff von 2023 auf einen IT-Lieferanten der Bundesverwaltung zeigt, dass das Risiko nicht an den eigenen Mauern endet.

Veröffentlicht am 16.10.2026

1,3 Mio.

Dateien wurden im Darknet veröffentlicht

5 182

Dateien der Bundesverwaltung mit sensiblem Inhalt, rund die Hälfte

4

Objekte mit lesbaren Passwörtern

Was geschah

2023 griff die unter dem Namen Play bekannte Gruppe Xplain, einen wichtigen IT-Dienstleister von Bund und Kantonen, mit Ransomware an. Am 14. Juni 2023 wurden die gestohlenen Daten, vermutlich das gesamte Paket, im Darknet veröffentlicht.

Was die Analyse des Bundes ergab

Das BACS analysierte rund 1,3 Millionen veröffentlichte Dateien. Etwa 65 000 waren für die Bundesverwaltung relevant, davon gehörten 9 040 ihr selbst. Rund die Hälfte davon (5 182) enthielt sensible Inhalte: 4 779 Personendaten wie Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern; 121 Objekte waren klassifiziert und 4 enthielten lesbare Passwörter. Der Bericht beurteilt nicht, warum bestimmte Daten im veröffentlichten Datensatz waren; das war Sache einer Administrativuntersuchung.

Die Lehre für ein kleines Unternehmen

Auch Ihre Lieferanten und Cloud-Dienste halten Ihre Daten. Zu wissen, welche, was sie halten und welchen Zugriff sie haben, gehört zum Management des eigenen Risikos, und ein lesbares Passwort in einer Datei ist ein Problem des Zugriffsmanagements. Der Fall ist öffentlich und betraf eine grosse Organisation: Er ist ein Beispiel, keine Prognose.

Darum umfasst die Kadenz-Überprüfung auch Lieferanten und Cloud-Dienste.

Quellen

Wir fassen zusammen, wir geben nicht wieder. Quellen abgerufen am 16.10.2026. Diese Texte informieren: Sie sind keine Rechtsberatung, und eine Durchschnittszahl sagt nicht voraus, was einem bestimmten Unternehmen passiert.

Möchten Sie wissen, wo Sie stehen?